MS Ratgeber

Eine medikamentöse Behandlung ist nicht immer erforderlich,
wohl aber immer der Glaube an die Genesung. (Norman Cousins)

Unsere Überzeugungen hinsichtlich der Erkrankung und ihrer Behandlung spielen eine entscheidende, ja vielleicht sogar eine noch wichtigere Rolle als die Therapie selbst. (Anthony Robbins)

Liebe Besucher des MS-Ratgebers!

Als ich vor sechs Jahren mit der Diagnose MS konfrontiert wurde, suchte ich in verschiedenen Büchern danach, wie denn diese mir unbekannte Krankheit verlaufen könnte. Ich fand Studien und Auswertungen zu Verlaufsformen, wollte es aber konkreter. Ich wollte wissen, wie einzelne Menschen mit dieser Krankheit umgehen, was ihnen ihrer Meinung nach hilft oder schadet und wie sich Behandlungsmöglichkeiten im Einzelfall auswirken. Ich suchte Modelle für den Umgang mit der Krankheit.

Später, als ich viele MS-Kranke kennenlernte, merkte ich, dass man wirklich nur sehr wenig über diese Krankheit weiß. Jeder Mensch ist anders. Jeder Verlauf ist anders. Was dem Einen nützt, schadet dem Anderen. Auch die Ärzte können nur weitergeben, was die Statistiken und Studien sagen, aber für mich muss der Erfolg Anderer keiner sein.

Es scheint nur eine Regel zu geben, nämlich, dass es keine gibt, die für alle gilt. Also muss zunächst jeder seinen eigenen Weg finden. MS ist unberechenbar, aber immer wieder gibt es Menschen, die mit unterschiedlichsten Methoden ihre Lösung für das Problem MS finden. Deshalb gibt es vielleicht doch eine Regel: man sollte nicht aufgeben, sondern weiter nach dieser persönlichen Lösung für sich suchen.

Die MS-Lebensläufe auf dieser Seite, stellen das dar, was ich am Anfang meiner Erkrankung gesucht habe. Man lernt beim Lesen die positiven (auch das gibt es) und negativen Seiten der Krankheit kennen. Man lernt die Umgangsweise verschiedener Leute mit MS kennen. Und man erfährt, wie MS erfolgreich zu therapieren ist: im Einzelfall - mit Medikamenten der Schulmediziner wie Imurek, Avonex, Betaferon, Immunglobulinen oder Copaxone usw. Und dass dieselben Medikamente anderen Menschen möglicherweise sehr geschadet haben.

Auch alternative Behandlungsmöglichkeiten wie Homöopathie, TCM, Therapie nach Fratzer/ Hebener, Therapie nach Dr. Sass, Colostrum, Enzymtherapie u.a. werden angesprochen. Zum Teil werden auch die Misserfolge dieser Therapieformen deutlich.

Immer noch muss jeder seinen eigenen Weg finden und einen allgemeingültigen Rat für MS-Kranke wird es, so glaube ich, nicht so schnell geben.

Ich hoffe aber, dass diese Seite dennoch Einigen hilft, leichter ihren persönlichen Weg zum Umgang mit unserer Lieblingsfeindin zu finden. Auch deshalb, weil sie etwas über die Art Anderer lernen, mit MS umzugehen.

Ich möchte mich zum Schluss ganz herzlich bei allen Lebenslaufschreibern bedanken, die dieses Projekt unterstützt haben und unterstützen. Es ist die erste Seite in Deutschland, die MS-Lebensläufe sammelt. Ich hoffe, dass es irgendwann mindestens 500 sind, so dass man noch mehr Verläufe zum Vergleichen hat und dass man zu jeder Therapieform viele Lebensläufe von Leuten findet, die sie ausprobiert haben.

Wer sich beteiligen will, muss nur die Vorlagendatei über den Lebensläufen herunterladen, ausfüllen und an webmaster@ms-ratgeber.org schicken. Ein paar Tage später kann er seinen Lebenslauf dann im Internet sehen. Für die Vorlagendatei danke ich Erich noch einmal ganz herzlich.

Und zum Schluss möchte ich auch noch Ingo danken, der mir geholfen hat, die Lebensläufe schnell ins Netz zu bringen. Du bist sowieso der Beste (für mich)!!!

Und nun viel Spaß mit den Lebensläufen, Nachsicht mit den Tippfehlern und Geduld. Ich werde die Seite fortlaufend überarbeiten, verbessern, Fehler ausmerzen und interessante Informationen zusammentragen. Aber das ist nicht meine einzige Tätigkeit.

Eure Pe

 

© 2000 Petra Mandel

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